Geheimnisvolle Steine

gailino detGailino steht gerne frühmorgens auf und unternimmt einen Morgenspaziergang.

An einem sonnige Sommertag begab sich Gailino zu einem seiner Lieblingsplätze an der Gail und guckte sich die unzähligen Steine am Ufer an. Größere, kleiner, rundliche, spitze, flache, helle gestreifte, hellere, dunklere, scheckige, plumpe, geschmeidige, glitzernde, matte… viele, viele verschiedene Steine.

Es war nur das ruhige Rauschen des Flusses zu vernehmen. Doch was war das…? War da nicht noch ein Geräusch? Es sind Stimmen! Ganz leise!

Gailino lauschte. Er versuchte herauszufinden, aus welcher Richrung die Laute kamen. Sie kamen nicht aus westlicher ichtugn, auh nicht aus östlicher Richtung. Auch nicht vom Fluss. Und – nein, nein, auch aus dem Süden nicht.

Unglaublich, die Stimmen kamen von unten. Zu seinen Füßen -doch da war doch niemand! Nur die Steine lagen zu seinen Füßen und wurden von der Sonne angestrahlt.

„Ja, wir sind es, Gailino! Wir, die Steine!“ Gailino ist baff. „Sprechende Steine?“ Das gibt es nicht!“ „Doch, doch, das gibt es. Aber nich jeder kann uns hören!“

„Wieso kann ich euch hören?“ Gailino kniete nieder und horchte. „Ganz einfach. Es ist ein Sonenntag, und wir alle sind glücklich – wir Steine und auch du! Und du warst leise, hast dir Zeit genommen. Ja, und es klappt auch nicht immer. Warum,  das wissen wir auch nicht! Vielleicht weiß es ja die Wasserfee!“

„Rätselhaft!“ rief Gailino aus. „Wieso fragt ihr sie denn nicht, die Wasserfee?“ „Ooooch,“ murmelt einer der Steine etwas behäbig. „Das ist für uns nicht so einfach. Die Wasserfee taucht plötzlich auf, und wir Steine sind langsam. Bis wir so weit sind, sie zu fragen, ist sie schon wieder weg!“

„Ihr seid aber ein lustiges Volk!“Gailino musste lachen. „Ich werde sie besuchen, die Wasserfee! Wo finde ich sie?“ „Unsere Wasserfee hät sich am liebsten an Quellen und Wasserfällen auf. Mehr wissen wir leider nicht!“

„Aber ihr wisst doch hoffentlich, was ihr mögt und was nicht. Vielleicht könnt ihr mir noch ein weng über euch erzählen?“

„Da müsstest du lange Zeit bei uns bleiben, denn wir haben viel zu erzählen“, meint ein Stimmchen. „Ob groß ,ob klein, wir sind Stückchen großer Berge und wurden vom Wasser abgeschliffen. So erhielten wir unsere rundlichen Formen. Wir verändern uns, wandern weiter.“

„Wenn Hochwasser kommt, treibt es uns ein gutes Stück weiter flussabwärts. Manchmal bleiben wir uns lange Zeit am selben Platz. Wir lieben Sonnenschein und Wärme. Bei Kälte fühlen wir uns ein wenig benommen. Wenn wir im Erdreich versinken oder im Wasser untergehen, schlafen wir ein.“

Gailino streichelte einige der Steine zu seinen Füßen. Sie beginnen zu schnurren, ähnlich wie Kätzchen, aber ganz ganz langsam und ganz, ganz leise.

„Ob ein Stein Schmerzen empfinden kann?“ dacht Gailino und bekam schon die Amtwort: „Nein, wir spüren keine Schmerzen und können nicht traurig sein, nur fröhlich, froh oder weniger froh. Magst du wissen, wie sich ein Stein fühlt?“ Gailino nickte.

„Das geht so,“ erklärte ein größerer Stein mit sanfter Stimme. „Du setzt dich entspannt hin, nimmst einen Stein in die Hand und fragst ihn, ob es ok ist, dass du dich mit ihm verbindest. Dann machst du die Augen zu und stellst dir vor dass du in diesen Stein schlüpfst.“

„Wirklich? So leicht geht das?“ Gailino war beeindruckt. „Heute geht das leider nicht.“ entschuldigte er sich. „Die Sonne beginnt zu sinken. Ich muss weiterziehen.“

„Wir sehen uns wieder“, murmelten die Steine und Steinchen um Gailino fröhlich.

„Ja, wir sehen uns bald wieder!“ Gailiino winkte und war schon weg.

 

STEINE BEMALEN

Hat euch die Geschichte von den sprechenden Steine gefallen?  Sammelt einige Steine, die euch gefallen, und malt ihnen Gesichter! Wer weiß, vielleicht möchte euch eure Stein-Familie auch etwas erzählen?

 

 

2. Geschichte der Serie

 

 

 

 

 

 

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